{"id":4820,"date":"2014-06-10T10:43:44","date_gmt":"2014-06-10T10:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/artaurea.wpengine.com\/about-2\/"},"modified":"2021-03-22T12:41:01","modified_gmt":"2021-03-22T11:41:01","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/artaurea.kapwamarketing.com\/de\/uber-uns\/","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcnstlerisches Handwerk, Kunst, Design und authentische Manufakturfertigung sowie die dadurch inspirierten Lebensformen sind unsere Themen. Mit vier anspruchsvollen Printausgaben pro Jahr und der Internet-Plattform erkl\u00e4ren und vermitteln wir diese Kultur zeitgem\u00e4\u00df und innovativ. Offen und unvoreingenommen suchen wir nach k\u00fcnstlerischer und handwerklicher Qualit\u00e4t, die Inspiration, Sch\u00f6nheit und Nachhaltigkeit beinhaltet. Wichtig sind uns dabei unverf\u00e4lschte Kreateure und Menschen, die Dinge der Kultur lieben.<\/p>\n<p>Mehr denn je sind die Grenzen zwischen Kunst und Gebrauchsobjekt flie\u00dfend. Die Definition von Kunst ist abh\u00e4ngig vom Zeitgeist und unterliegt gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und individuellen Interessen. Wie bereits zu Beginn der Moderne am Bauhaus oder sp\u00e4ter von Joseph Beuys formuliert, bef\u00fcrworten wir die Idee von Kunst, die alle Lebensbereiche durchdringt.<\/p>\n<p>Zu allen Zeiten waren Dinge und Objekte aus k\u00fcnstlerischer und handwerklicher Fertigung mit Ritualen verbunden. Sie waren wie Musik, Sprache und Dichtung Ausdruck einer Kultur. Dagegen ist industrielle Massenfertigung nicht selten inhuman und umweltsch\u00e4digend, die einhergehen mit emotionaler und intellektueller Verarmung.<\/p>\n<p>So verstehen wir Art Aurea auch als ein Medium f\u00fcr die Bewahrung und zeitgem\u00e4\u00dfe Weiterentwicklung substantieller Kultur und der Achtsamkeit gegen\u00fcber der Umwelt. Wir m\u00f6chten unsere Leserinnen und Leser informieren und inspirieren, sich bewusster zu entscheiden f\u00fcr Produkte und Kunstgegenst\u00e4nde, die mit der Zeit an Wert gewinnen, die dauerhafte Quellen der Freude sind \u2013 jenseits des schnelllebigen Konsums und der Massenfertigung.<\/p>\n<p><strong>30 Jahre Art Aurea<\/strong> \u2013 ein R\u00fcckblick des Herausgebers Reinhold Ludwig (*1948)<\/p>\n<p>Art Aurea, \u00fcbersetzt etwa mit \u201eGoldene Kunst\u201c, entstand erstmals 1985 aus meiner Begeisterung f\u00fcr die damals kaum bekannte Schmuckkunst, die in diesen Jahren einen mutigen, radikalen Bruch mit der Tradition vollzog. Als Chefredakteur einer Fachzeitschrift f\u00fcr Uhren und Industrieschmuck im Ebner Verlag Ulm hatte ich im Sommer 1985 eher zuf\u00e4llig eine Schmuckausstellung in einer Kunstgalerie besucht. Zu sehen waren u.a. Goldschmiedearbeiten von Jan Dix, dem Sohn des Malers Otto Dix. Die Goldschmiedin Barbara Plersch zeigte expressive St\u00fccke in Silber mit Acryl und farbigem Lack. Ihre Arbeiten unterschieden sich auch in der Dimension elementar vom \u00fcblichen Industrieschmuck.<\/p>\n<p>Etwa zu gleichen Zeit suchten M\u00fcnchner Goldschmiede einen Verlag f\u00fcr eine Zeitschrift, die zu einer Schmuckausstellung im K\u00fcnstlerhaus am Lenbachplatz erscheinen sollte. Dabei kamen sie auch in mein B\u00fcro. Obwohl ich noch relativ neu im Ebner Verlag Ulm war, konnte ich den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \u00fcberzeugen, das Heft zu machen. Zur Hilfe kam mir Stanislaus Kut\u00e1c, ein Ulmer Designer. Er hatte an der Fachhochschule in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd studiert und kannte die damalige Schmuckklasse von Professor Pierre Slevogt. Sein originellster Designbeitrag f\u00fcr Art Aurea war im R\u00fcckblick ein schwarz-wei\u00dfes Punktemuster auf dem R\u00fccken und der Innenseite des Covers. Es stammte von seinem Hemd, das er unters Kopierger\u00e4t gelegt hatte. Auf der M\u00fcnchner Ausstellung im November 1985 wurde uns die erste Art Aurea aus den H\u00e4nden gerissen. Der Erfolg war so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass wir es wagten, das Heft viermal pro Jahr herauszubringen \u2013 nach kurzer Zeit zweisprachig in Deutsch und Englisch.<\/p>\n<p>Art Aurea verlangte eine Menge Herzblut! Ungez\u00e4hlte private Stunden, vor allem an Wochenenden, verbrachte ich damit, Beitr\u00e4ge zu schreiben, Layouts zu kleben oder Kontakte zu kn\u00fcpfen. Im Verlag war daf\u00fcr kaum Zeit. Die Wochenenden dienten auch dazu, Ausstellungen und Veranstaltungen zu besuchen. Wo immer sich die Szene traf, wurde heftig \u00fcber Schmuckkunst und ihr Verh\u00e4ltnis zu freier Kunst diskutiert. K\u00e4ufer waren eher Mangelware. Doch dies tat der Aufbruchstimmung, die durch Art Aurea kr\u00e4ftig befeuert wurde, keinen Abbruch.<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick waren diese ersten Jahre mit Art Aurea f\u00fcr mich eine essentielle Erfahrung und ein gro\u00dfes pers\u00f6nliches Abenteuer. In Gespr\u00e4chen mit bedeutenden Goldschmieden wie Friedrich Becker, Hermann J\u00fcnger, Max Fr\u00f6hlich, Peter Skubic, Johanna Dahm und Otto K\u00fcnzli, mit Designern wie Carl Dau und Hans-Hermann Lingenbrinck, mit Jochen Exner von der Manufaktur Niessing, sowie mit Galeristen wie Inge Asenbaum, Helen Drutt, Paul Derrez und J\u00fcrgen Eickhoff lernte ich verschiedene Positionen des modernen Schmucks kennen. Begegnungen mit Design- und Architekturgr\u00f6\u00dfen wie Alessandro Mendini, Matteo Thun, Antonio Citterio und Volker Albus erweiterten meinen Horizont und sch\u00e4rften mein Gef\u00fchl f\u00fcr Gestaltungsqualit\u00e4t und die historischen Zusammenh\u00e4nge auch in anderen Bereichen.<\/p>\n<p>Von Anfang an versuchte ich, den neuen Schmuck im Kontext von Kunst und Design ganzheitlich und grenz\u00fcberschreitend zu interpretieren: als zeitgen\u00f6ssische Gestaltungskultur, die Schnittmengen aufwies zur Bildenden Kunst, zur Architektur und zu den Designbewegungen jener Jahre, vor allem des Neuen Deutschen Designs. Auch v\u00f6lkerkundliche und soziologische Aspekte hatten ihren Platz in Art Aurea. Ich zeigte den Schmuck von Kulturen wie den Akahs im Norden Thailands, die gerade unter dem Einfluss der Zivilisation ihre Identit\u00e4t verloren oder von Subkulturen wie den Punks, die in den 1980ern f\u00fcr gesellschaftliche Aufregung sorgten. Art Aurea wurde bei seinen Lesern ein gro\u00dfer Erfolg und genoss in k\u00fcrzester Zeit Kultstatus. Wirtschaftlich gesehen war Art Aurea in einem Verlagshaus, das auf Anzeigenums\u00e4tze schauen muss, jedoch immer schwierig durchzusetzen. \u201eDie Zeitschrift ist das Hobby von Herrn Ludwig\u201c, hie\u00df es im Ebner Verlag. Schlie\u00dflich fiel 1996 die Entscheidung, Art Aurea nicht weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Anfang 2006 verlie\u00df ich den Ebner Verlag Ulm, um nach 30 Jahren erfolgreicher T\u00e4tigkeit, noch einmal einen Neuanfang zu wagen. Mein Hauptmotiv, mit 58 eine gut bezahlte, sichere F\u00fchrungsposition aufzugeben, war der Wunsch, noch einmal im Leben etwas gesellschaftlich N\u00fctzliches zu tun, das mir auch pers\u00f6nlich am Herzen lag. Nach der Publikation des Buchs \u201eSchmuck-Design der Moderne\u201c, das bei Arnoldsche Art Publisher erschien, entschied ich mich 2008, Art Aurea im Selbstverlag erneut herauszugeben \u2013 zun\u00e4chst als Online-Magazin, 2010 schlie\u00dflich auch wieder als Print-Ausgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnstlerisches Handwerk, Kunst, Design und authentische Manufakturfertigung sowie die dadurch inspirierten Lebensformen sind unsere Themen. Mit vier anspruchsvollen Printausgaben pro Jahr und der Internet-Plattform erkl\u00e4ren und vermitteln wir diese Kultur zeitgem\u00e4\u00df und innovativ. Offen und unvoreingenommen suchen wir nach k\u00fcnstlerischer und handwerklicher Qualit\u00e4t, die Inspiration, Sch\u00f6nheit und Nachhaltigkeit beinhaltet. 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